Definition Was ist AIoT?

Von Brueggehofe 3 min Lesedauer

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Unter Artificial Intelligence of Things (AIoT) versteht man die Kombination von Künstlicher Intelligenz (KI) mit der Infrastruktur des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT). IoT sind sensorenbestückte Geräte, die selbstständig via Internet kommunizieren.

Grundlagenwissen zum IT-Business.(Bild:  © dizain - Fotolia.com)
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KI trifft auf das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT): Wie Branchenerhebungen von 2024 zeigen, denken derzeit 54 Prozent aller Unternehmen über den Einsatz von AIoT (Artificial Intelligence of Things) nach. Doch was ist AIoT eigentlich, wie funktioniert AIoT - und wer profitiert davon?

Was bedeutet AIoT?

Artificial Intelligence of Things (AIoT) meint die Kombination von künstlicher Intelligenz (KI) mit der Infrastruktur des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT). IoT sind sensorenbestückte Objekte oder technische Geräte, die selbstständig via Internet kommunizieren. Dabei tauschen IoT Gerätedaten oder Umgebungsparameter aus, um Maßnahmen einzuleiten oder Benutzer zu informieren. Maschinell lernende KI-Technologie steuert die dazu nötigen Analysen bei. Ziel: Die Interaktion von Mensch zu Maschine bzw. Maschine zu Maschine sowie Datenverwaltung und Datennalyse optimieren. Konkret besteht das IoT aus vernetzten Objekten mit IP-Kennung (Internet-Protokolladresse) – wie z. B. Sensoren in Produktionsmaschinen oder smarte Thermostate im Eigenheim. Der IoT Datenaustausch untereinander macht menschliche Steuerung verzichtbar.

Wo kommt AIoT zum Einsatz?

Bekannt sind AIoT-Anwendungen im Haushalt, wo sie das Zusammenspiel vernetzter Haushaltsgeräte gewährleisten oder wiederkehrende Abläufe automatisch zu steuern. So kann lernende KI bei einem Sensor-Backofen den besten Garzeitpunkt von Speisen berechnen, die Ofentemperatur anpassen und per Push-Nachricht Bescheid sagen, dass das Essen fertig ist.

In der CO2 sparenden Smart City der Zukunft sammeln IoT-Sensoren z. B. Daten zu Luftverschmutzung oder Parkplatzauslastung für die Auswertung durch KI. Smart Retail dagegen wertet Kaufverhalten aus oder prüft, ob der Lagerbestand reicht, um bestimmte Regale im Geschäft zu bestücken. Autonomes Fahren? Erfasst, was sich im Verkehr tut: Bei Stau passt die KI die Route zeitnah an. Im Gesundheitsbereich ermöglicht es AIoT, Vitalwerte wie die Herzfrequenz zu überwachen und Pflegeverantwortliche bei Unregelmäßigkeiten per KI zu informieren.

Wie arbeitet Artificial Intelligence of Things?

Bei AIoT-Geräten ist KI immanenter Teil von Software und Chipsätzen, meist kabellos verbunden über 5G oder Narrowband IoT oder LTE-M. Dank Programmierschnittstellen (API) kommunizieren Hardware-, Software- und Plattformkomponenten reibungslos. Jedes einzelne IoT-Gerät sammelt fortlaufend Daten, KI wertet diese aus und nutzt maschinelles Lernen zum Erkenntnisgewinn. So setzt Industrie 4.0 beispielsweise auf vernetzte, anpassungsfähige Fertigung mittels AIoT, für die bestmögliche Interaktion zwischen Menschen, Daten und Maschinen. Fertigungsroboter aus 1000 Kilometern Entfernung warten, Maschinen, die dank selbstoptimierender Algorithmen eigenständig aus Fehlern lernen? Die Fabrik der Zukunft. Mehr noch: KI kann auch entscheiden, zentrale Unternehmnens-IT zu entlasten, indem AIoT-Daten via Edge-Computing direkt neben der Produktionsstraße verarbeitet werden bzw. an externe Rechenzentren gehen. Bei passgenauer Nutzung der Datenübertragungs-Bandbreite, für möglichst verzögerungsfreie Datenanalyse.

Welche Chancen eröffnet AIoT?

Was AIoT so erfolgversprechend macht, ist die Kombination zweier Technologien, die sich ausgezeichnet ergänzen: Maschinell lernfähige KI zur Optimierung von Entscheidungsprozessen - und das maximal vernetzte Internet der Dinge (IoT), in der Lage, Daten und Signale zügig zu verarbeiten. Was Unternehmen in der Produktion, aber auch der Logistik zugute kommt: Wann wird ein bestimmtes Produkt in welcher Anzahl wo erwartet? Lernende KI als Zentrum von Logistik-Strukturen findet auf Basis von IoT-Sensorik-Datenpools immer effizientere Wege, Transportwege oder Lagerhaltung zu optimieren.

Die Chancen von AIoT in Überblick:

  • mehr Effizienz durch Datenanalyse
  • autarke KI Analyse setzt Mitarbeiter für andere Aufgaben frei
  • Skalierbarkeit: KI-Analyse erkennt, ob mehr (oder weniger) Speicher nötig ist
  • KI entscheidet, wann zusätzliche Geräte im IoT-System Prozesse verbessern

Welche Herausforderungen kennt AIoT?

Unternehmen, die AIoT in ihre Produktion integrieren möchten, müssen angesichts des großen Volumens täglich zu verarbeitender Daten für eine leistungsstarke, skalierbare IT sorgen. Zu den Voraussetzungen, damit AIoT funktioniert, gehört die Konnektivität, um riesige Datenmengen zu senden und zu empfangen sowie bezahlbare Sensoren und Big-Data-Technologie – und, last but not least, Cloud Computing für die nötige Rechenleistung.

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